Gestern Nacht fuhr ich auf der Autobahn einem Auto nach. No na, soweit rechtfertigt das noch keinen Eintrag in das kollektive Unterbewußtsein des Netzes. Dieses Auto hatte ein Voitsberger Kennzeichen und einen Autoanhänger. Das Gerät auf dem Autoanhänger hätte vom Landefahrwerk einer Mondlandefähre bis zu einer multimedialen Klanginstallation basierend auf einer umfunktionierten Schneekanone alles sein können. Keine Ahnung.
Auch weiss ich leider nicht, ob die Funken, die vom Fahrzeug vor mir wegflogen von einer Zigarette im Fahrzeuginneren, die lässig aus dem Fenster gehalten wurde, oder von einem Kabelbrand am Mondlandefähren-Weltmaschinen Ding am Hänger stand, ausgingen. (Für die Anhänger der Strassenverkehrsordnung: ja, ich habe versucht durch betätigen der Lichthupe auf ein potentielles Problem hinzuweisen).
Es sah aus wie eine mobile Glühwürmchenfabrik.
Es war wunderschön
Samstag, 20. September 2008
Donnerstag, 18. September 2008
Escape
Ich werde nie verstehen, was am Frühling so toll sein soll. Frühling ist die Beta Version von Sommer, und den mag ich schon nicht. Frühlingsgefühle mögen für andere Menschen positv besetzt sein, meine Wenigkeit verbindet mit Ihnen in erster Linie Pollenallergie, Asthma und den Drang zum Südpol auszuwandern bevor die globale Erwärmung dort die Vegetation blütentechnisch umgestaltet. Außerdem hat der Frühling das imagetechnische Problem dem Winter (der ja durchaus in Ordnung ist) nachzufolgen welcher entweder jede Menge Matsch hinterläßt (falls wieder einmal Schnee gefallen sein sollte, unwahrscheinlich, ja, aber eben nicht auszuschließen) oder eben im Wesentlichen gleich aussieht (sieht man mal von Blüten und Gräsern ab, die ich aufgrund meiner zugeschwollenen Augen ohnehin nicht sehen kann) wie der Frühling, nur eben kälter und irgendwie gemütlicher, weniger hektisch. Natürlich kann man nicht alles auf die Pollen schieben. Der eigene Nonkonformalismus alleine gebietet schon, dass das erste Jahresviertel nicht wirklich gut sein kann, weil ja alle anderen Menschen offensichtlich kollektiv auszucken und eine allgemeine jetzt-ist-frühling-die-bäume-blühen-lass-uns-durch-die-wiesen-ziehen Massenpsychose auszubrechen scheint. No Sir, no spring for me, thank you very much.
Nein, ich bin ein Herbstmensch. Und damit ist nicht nur das Wetter gemeint. Mit Herbst verbinde ich irgendwie automatisch Aufbruch, Neuanfang, sich Schal über Kopf verlieben. Vermutlich lebe ich auf dem falschen Planeten, zumindest aber auf der falschen Halbkugel :-).
Gestern war wieder einmal ein Herbsttag wie aus dem Bilderbuch: Morgens bewölkt, kühler Wind der schon ein bisschen nach Schnee riecht, aber sich nicht unangenehm auf der Haut anfühlt. Am Ende des Vormittags etwas Sonnenschein und leichte Erwärmung, dann wieder etwas bewölkter und kühl.
Perfekt, zumindest wenn es nach mir geht. Und - Pawlow läßt grüßen - prompt stellten sich auch die anderen positiven Assoziationen ein: Das Gefühl sofort mit etwas Neuem zu beginnen zu können, nein zu müssen, der Drang das Leben umzukrempeln und zwar sofort, der Eindruck die eigene Situation wäre vielleicht doch nicht ganz so aussichtslos wie befürchtet. Herbst eben.
Das Problem an meiner gegewärtigen Situation ist, dass diese Gefühle nicht anhalten. Und das sich langsam die Befürchtung einstellt, diese letzte wirklich durch und durch positiv besetzte Jahreszeit könnte aufhören für mich zu funktionieren.
Nein, ich bin ein Herbstmensch. Und damit ist nicht nur das Wetter gemeint. Mit Herbst verbinde ich irgendwie automatisch Aufbruch, Neuanfang, sich Schal über Kopf verlieben. Vermutlich lebe ich auf dem falschen Planeten, zumindest aber auf der falschen Halbkugel :-).
Gestern war wieder einmal ein Herbsttag wie aus dem Bilderbuch: Morgens bewölkt, kühler Wind der schon ein bisschen nach Schnee riecht, aber sich nicht unangenehm auf der Haut anfühlt. Am Ende des Vormittags etwas Sonnenschein und leichte Erwärmung, dann wieder etwas bewölkter und kühl.
Perfekt, zumindest wenn es nach mir geht. Und - Pawlow läßt grüßen - prompt stellten sich auch die anderen positiven Assoziationen ein: Das Gefühl sofort mit etwas Neuem zu beginnen zu können, nein zu müssen, der Drang das Leben umzukrempeln und zwar sofort, der Eindruck die eigene Situation wäre vielleicht doch nicht ganz so aussichtslos wie befürchtet. Herbst eben.
Das Problem an meiner gegewärtigen Situation ist, dass diese Gefühle nicht anhalten. Und das sich langsam die Befürchtung einstellt, diese letzte wirklich durch und durch positiv besetzte Jahreszeit könnte aufhören für mich zu funktionieren.
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