Ja, es ist passiert. Ich habe wieder mit mehreren Dingen begonnen, die nicht mehr wirklich möglich schienen. Außerdem bin ich letzte Woche auf das vermutlich beste Konzert nicht gegangen, dass ich jemals nicht besucht habe. Ob das jetzt ein Fort-, Rück-, Seiten- oder Ausfallsschritt ist, keine Ahnung.
Mittlerweile, auf der Ranch:
Ich bin jetzt beinahe eine Woche, täglich auf der Uni. Oder eben nicht auf der Uni, sondern in den dislozierten Räumlichkeiten, die das Institut für Physik als Ersatz für die anderen dislozierten Räumlichkeiten in dem Gebäude, dass mich fast einmal den Blindarm gekostet hat, bekommen hat. Auf Indianerfriedhöfen soll man ja nix hinbauen (es sei denn, man will touristisch daraus einmal Kapital schlagen, Stephen King Themenpark und so weiter), und ich bin mir nicht sicher ob dieses Gebäude nicht besser gesprengt worden wäre. Oder in ein Freilichtmuseum transferiert, Denkmalschutz und diese ganzen schimmeldurchsetzten Mauern wegen. Nicht wegen irgendwelchem Abergläubischen Mist, aber ganz einfach weil die Bausubstanz indiskutabel ist und ich immer noch nicht ganz verwunden habe, dass vor drei Jahren ein nicht unerheblicher Teil der Decke den Kampf gegen die Schwerkraft aufgegeben und den unter ihm liegenden Linoleum - Fußboden einen Besuch abgestattet hat.
Soweit sich nach einer knappen Woche (4 Tage, klingt nicht nach sonderlich viel) sagen läßt wird die
nächste Zeit ziemlich arbeitsintensiv. Es gilt das Bedürfnis "was g'scheites" abzugeben mit dem Bestreben möglichst bald fertig zu werden unter einen löchrigen Sombrero namens 24 Stunden Tag zu bringen und meinen Broterwerb auch noch irgendwie dazwischenzukleistern ohne wieder in alte, destruktive Verhaltensmuster abzugleiten (immerhin habe ich jetzt neue, bessere und viel destruktivere).
Das Gefühl sich nicht mehr verstecken zu müssen, sich nicht mehr Routen zu überlegen um zu verhindern jenen Menschen zu begegnen denen man nicht erklären möchte was mit einem los ist, das hat schon was entspannendes. Ich habe keine Ahnung wie lange der gegenwärtige Schub für sich anhält, vorsichtige Schätzungen zu dieser Frage prognostizieren ein Datum irgendwann nächste Woche oder so, daher gilt es bis dorthin irgendwie für Hoffnungsnachschub zu sorgen.
Nicht jeder Mensch ist dazu gemacht als Hoffnungs - Duracell Hase durch die Welt zu hoppeln und die anderen, Nickel-Cadmium Apathiker und Zink - Kohle Aussteiger hinter sich herschleifen (Kurzgeschichtenidee: Eine Kolonie von Zivilisationsaussteiger Batterie - Hasen, quasi die Amish der Batteriebetriebenen Kinderspielzeug - Szene, haben sich allem neumodischen Zeugentsagt und sehen sich gezwungen ein Urteil über ein Mitglied Ihrer Gemeinschaft auszusprechen, weil ein junger Hase seiner leerlaufenden Mutter in einem Akt der Verzweiflung eine Duracell eingesetzt hat. Korrektur, keine Kurzgeschichte, ein Tim-Burton Film wird das, jawohl, Narrative by Morgen Freeman. Und nein, das klingt nicht zu sehr nach The Village, es sei denn wir bauen Wachtürme und mythologische Batterieraubende Wesen in den umgebenden - Wäldern? Spielzeugschachteln? Verpackungsmaterialien? egal - ein. Hmm ). Es gibt genug Dinge die momentan wirklich nicht dabei helfen, dass sich aus diesem Aktivitätsausbruch etwas nachhaltiges entwickelt, trotzdem ist alleine die Tatsache dass etwas weitergeht, und dass es eine Verbesserung in meiner sozialen Integration gibt (d.h. es wird jemanden auffallen, wenn ich wegbrechen sollte) ist schon mal eine deutliche Verbesserung . Es wird aber wohl dennoch eine von diesen eine-million-zu-eins Geschichten brauchen, um zu einem Ende zu kommen. Oder aber - um die Batterie Metapher zur Gleichung herabzusetzen - einen Hoffnungs- und Antriebsakku, den ich irgendwie aufladen kann.
In der Zwischenzeit versuche ich mal zur Abwechslung ein paar Dinge richtig zu machen und bereite mich auf nächste Woche so gut vor wie ich kann.
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